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Öffnungszeiten im Schuljahr 2019/20:

Montag    9:50 - 11:30 Uhr

Di - Do    7:30 - 12:30 Uhr, 14:00 - 17:00 Uhr

Freitag    7:30 - 12:30 Uhr, 14:00 - 16:00 Uhr

 

Bibliothek des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums und
Kunstgymnasiums

Tschurtschenthalerpark 1
39031 Bruneck
Tel.: 0474 555167
E-Mail:
Paulina.Moser@schule.suedtirol.it

 

 

 

„?...zurückgestellt...?“         

Bild und Text von Katharina Julia Hasler

„Was bleibt wenn du gehst? Wirst du mich noch lieben? Werden die Menschen mich so sehen können, wie du mich gesehen hast?

In dir habe ich Hoffnung, Liebe und Zuneigung geschöpft. Warum hast du mich verlassen?

Du hast mir das gegeben, was ich bei anderen schon immer gesucht habe. Meinen ganzen Körper habe ich dir überlassen, sogar die Kleidung ließ ich für dich fallen. Unsere Liebe ging nicht lange. Sie war sehr intensiv, vielleicht zu intensiv für meinen Geschmack.

Du hast mich wie einen König behandelt, obwohl ich gar keiner bin. Und jetzt, was soll ich machen? Fünf Jahre fühlte ich mich verlassen, ganz staubig wurde ich. Doch als du mich in deinen warmen Händen hieltest, schöpfte ich neuen Lebensmut.

Du hast mich zu dir nach Hause getragen. Wir haben zwei schönen Tage verbracht, du hast mich regelrecht verschlungen. Doch dann gabst du mich wieder zurück und ich war erneut alleine. Jetzt liege ich hier, ganz einsam auf einem Tisch und warte, dass mich jemand wieder in die Hände nimmt und verschlingt.“

 

 

 

"Belesenheit ist eine Provokation!",

so lautet der Titel eines Essays von Konrad Paul Liessmann, der in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" erschienen ist. Dabei handelt es sich um einen Vorabdruck aus seinem neuen Buch "Bildung als Provokation". Nachstehend zwei Auszüge aus dem Essay:

Die Provokation literarischer Bildung besteht nicht zuletzt in der persönlichkeitsverändernden Kraft der Literatur, die unmerklich vonstattengeht, keinen Zielvorstellungen folgt, nicht operationalisierbar und deshalb auch nicht kontrollierbar und prüfbar ist. Dass es eine Form der Bildung gibt, die sich dem Zugriff der qualitätssichernden Behörden entzieht, weil sie sich aus einer informellen Beziehung zwischen Schüler und Lehrer entspinnen mag, kratzt an all jenen Quantifizierungs- und Messbarkeitschimären, ohne die die gegenwärtige Bildungsforschung ebenso wenig auszukommen glaubt wie die Bildungsorganisation.

 

Literatur aber hat eine Gestalt. Sie erscheint in der Form des Buches, Lesen als avancierte kulturelle Praxis ist ohne das Buch nicht denkbar (...). Die Auseinandersetzung mit einem Buch lässt sich auch nicht durch eine rasche Internetrecherche substituieren. Belesenheit ist auch deshalb eine Provokation, weil sie (...) quer steht zur Ideologie der raschen Verfügbarkeit aller Informationen. Das Interesse für Literatur wird geweckt, wenn man im richtigen Moment das richtige Buch in die Hand gedrückt bekommt und sich dadurch die Chance eröffnet, zu einem Leser zu werden.

Konrad Paul Liessmann: Belesenheit ist eine Provokation. In: Der Standard, 16.09.2017.

 

 

Lies 3 ...

... und sei dabei!

 

Pünktlich zum Tag der Bibliotheken am 24. Oktober startet unser diesjähriger Lesewettbewerb!

 

 

 

Lesung mit Christian Linker

Am 8. Oktober 2019 war der deutsche Jugendbuchautor Christian Linker – bereits zum zweiten Mal – bei uns zu Gast. Mittels Los wurden die Klassen 2aK, 2bS und 2cS zur Teilnahme an dieser vom Amt für Bibliotheken & Lesen ermöglichten Autorenbegegnung bestimmt.

Christian Linker las – auf Wunsch der SchülerInnen hin – aus seinem Roman „Raumzeit“, dessen jugendlicher Protagonist im Jugendgefängnis einsitzt und … sich dennoch verliebt.

Das jugendliche Publikum spürte, dass Christian Linker sich in der Begegnung mit ihm wohl fühlt, dass er sich bei der Beantwortung der Fragen sehr offen zeigt und gerne einen Einblick in sein Leben als Autor gibt: Die SchülerInnen waren interessiert zu erfahren, ob er den Schauplatz „Gefängnis“ auf Grund von Recherchen so gut zu beschreiben wisse, wodurch er zum Schreiben inspiriert werde, ob er bestimmte Räumlichkeiten zum Schreiben bevorzuge und ob Schriftsteller zu werden immer schon sein Berufswunsch gewesen sei.

Diese Lesung zeigt, dass Veranstaltungen dieser Art von den SchülerInnen sehr gerne angenommen werden und Interesse an Menschen und Geschichten hinter den Büchern wecken.

Wir danken den MitarbeiterInnen des Amtes für Bibliotheken & Lesen dafür, dass sie jährlich die Lesewochen im Herbst und Frühling organisieren und unsere Schulbibliothek ausgewählt haben.

 

 

Fest lesen - Lesefest!

v.l.n.r.: Klaudia Niederlechner, Sarah Reichegger, Kathrin Knapp, Sarah Oberlechner, Katharina Zimmerhofer, Lea Steinwandter, Annalena Pallhuber, Maria Niederegger, Yllka Haliti.

 

Eine bunte Vielfalt an Tätigkeiten hat auch in diesem Schuljahr wieder Bewegung in die Schule gebracht. Parallel dazu bewegt sich vieles im Kopf und das geschieht eher leise: Bilder und Fantasie kommen in Bewegung, wenn Menschen z. B. Bücher lesen. So bewegen sich Geschichten durch die Köpfe und diese gehen in der Schulbibliothek ein und aus. Häufig stammen diese Geschichte auch aus Büchern, die im Lesewettbewerb-Regal stehen.

Am Mittwoch, 5.6.19 wurden alle Teilnehmerinnen des Lesewettbewerbs, die sich fleißig am Regal bedient hatten, in die Bibliothek zur Prämierung ihrer Lesetätigkeit eingeladen.

Die Schülerinnen Kathrin Knapp, Lea Steinwandter, Sarah Oberlechner, Katharina Zimmerhofer, Annalena Pallhuber, Maria Niederegger, Sarah Reichegger und Yllka Haliti hatten über 100 Bücher gelesen und dazu Fragebögen richtig ausgefüllt. Herr Direktor Johann Rogger prämierte Kathrin Knapp mit dem 1. Preis, Lea Steinwandter mit dem 2. und Sarah Oberlechner mit dem 3. Preis. Den übrigen Teilnehmerinnen wurde auch eine kleine Anerkennung überreicht. Der Herr Direktor drückte die Freude über Jugendliche aus, die sich auf Bücher einließen und Abenteuer im Kopf suchten. Im gemeinsamen Gespräch mit den Schülerinnen bei einem kleinen, aber feinen Buffet wurde deutlich, dass die Atmosphäre in der Bibliothek die Leserinnen ansprechen und dass einen großen Teil dazu die Bibliothekarin Pauline Moser ausmache. Die Schülerinnen lobten die Auswahl der Bücher und erklärten, dass es im Lesewettbewerb-Regal einige Favoriten gebe wie die Trilogie „Silber“ von Kerstin Gier, „Whisper“ von Isabel Abedi, „Gelöscht“ von Teri Terry. Auf den nächsten Lesewettbewerb freuten sich die Schülerinnen bereits und nicht nur sie, sondern auch das Bibliotheksteam.

Text: Klaudia Niederlechner

 

 

 

 

Lesung mit Astrid Kofler

Astrid Kofler will den Menschen nahe sein, um ihre Geschichten und ihre Gedanken nachvollziehen zu können. Aus der Begegnung mit Menschen entsteht für sie eine neue Geschichte, ihre eigene, die sie nach intensiver Recherche als Roman oder Sachbuch niederschreibt oder im Film zeigt.

Die Autorin aus Bozen wünschte sich bei der Lesung am 10.5.19 in der Aula unserer Schule die Nähe zu den SchülerInnen spüren zu dürfen, denn dadurch könne eine Verbindung zwischen ihr, der Erzählung und dem Publikum entstehen. Die SchülerInnen der 4. und 5. Klassen gingen darauf ein und folgten mit Interesse den Ausführungen der Autorin zu ihrem Buch „Das Fliegen der Schaukel“.

Astrid Kofler ließ in der 2-stündigen Veranstaltung Bilder einer italienischen Lehrerin in einer Rittner Grundschule in der Zeit der Option entstehen, woraus die ZuhörerInnen viele Informationen der Lokalgeschichte herauslesen konnten.

(Foto mit freundlicher Genehmigung von Astrid Kofler; Text: Klaudia Niederlechner)

 

 

Stefan Lechner mal zwei

Wenn Stefan Lechner beginnt von Bruneck im „langen“ 19. Jahrhundert zu sprechen, dann spürt man seine Begeisterung für die Geschichte. Die 4. Klassen kamen durch den Vortrag des Historikers am 15.3.19 und am 21.3.19 in den Genuss von Informationen, welche einen Längsschnitt durch die Geschichte Brunecks darstellen. Wie Bruneck um 1800 aussah, beschrieb Stefan Lechner nicht nur eindrücklich, sondern machte es auch durch Fotos deutlich. Er erklärte, was der Aufstand von 1809 mit Bruneck zu tun habe, welche Bedeutung die Brunecker Bürger für Kultur, Politik und Wirtschaft gehabt hätten, wie die Brunecker Gesellschaft und die Zeit um 1848 zu einem politischen Bewusstsein und zum Entstehen von Parteien beigetragen hätten. Stefan Lechner ging am Ende seines Vortrags auf die Zeit des Ersten Weltkrieges ein und beschrieb Bruneck als Drehkreuz hinter der Front. Die ganze Stadt war vom Militär besetzt und der Stegener Marktplatz war ein Kriegsgefangenen-Lager v. a. für Russen und Serben. Die SchülerInnen konnten sich durch die lokalen Bezüge sehr gut in die Vergangenheit Brunecks hineinfühlen.

 

     

 

Am Donnerstag,16. Mai 2019 hielt Stefan Lechner einen zweistündigen Vortrag zum Thema „Faschismus und Nationalsozialismus an der Rienz“. In den Genuss der Präsentation, die wie ein Spaziergang durch Bruneck von 1922-1945 angelegt ist, kamen alle 5. Klassen unserer Schule und begleitende Lehrpersonen. Stefan Lechner, der Historiker, Geschichtelehrer und Museumspädagoge ist, nahm die Zuhörer im übertragenen Sinn bei der Hand, führte sie in die Zeit, in der in Bruneck die Faschisten immer mehr Einfluss auf das öffentliche Leben nahmen und ließ das Publikum mit dem Fotokamerablick auf Momente und Orte jener Zeit schauen. Der Vortrag ist auf eine Reihe von Bildern aufgebaut, die auf beeindruckende Weise erfahrbar machen, dass der Faschismus und Nationalsozialismus ein Teil unserer lokalen Geschichte sind. So wird den SchülerInnen und Lehrpersonen unter vielen anderen Bildern und Informationen das Foto in Erinnerung bleiben, auf dem in den frühen 30er Jahren die Brunecker Musikkapelle bei einem Auftritt nicht mehr in Tracht erscheint und ein weiteres Foto 1938, auf dem eine VKS-Abordnung in den typischen weißen Stutzen - Symbol der Nazis – bei einer Beerdigung durch die Stadtgasse zieht.

   

(Texte: Klaudia Niederlechner ; Fotos: Pauline Moser)

 

 

LivingBook: Maximilian „Maxi“ Huber

 

Er berührt, er beeindruckt, er meint das, was er sagt und er ist zu sich und zu seinem Leben ganz ehrlich. Diese Ehrlichkeit und noch viel mehr von seiner Person zeigte Maximilian Huber als LivingBook vor jungem Publikum, als er als Gast in der Bibliothek am 28.3.19 einen Vortrag hielt. Er machte den SchülerInnen der Klasse 1eS und 1cS deutlich, was Menschen in ihrem Leben Halt geben kann, v. a. dann, wenn sie Tiefen erleben: Es ist die innere Kraft zu denken, dass wir vieles als Geschenk, als gegeben, betrachten dürfen, denn dann erübrigt sich der Gedanke an das, was wir nicht haben. Dem jungen Sportler und Absolventen des Sportstudiums war diese innere Kraft bewusst geworden, als er bei einem Motorradunfall sein Bein verloren hatte und einen langen Prozess der Genesung und Neuorientierung durchlaufen musste. Am Tag seines Unfalls habe Maximilian ein neues Leben geschenkt bekommen, er habe erfahren, was es bedeutet, von Familie und Freunden, aber auch von neuen Vorbildern aufgefangen zu werden. Ziele erreichen könne man durch mentale Stärke, das hatte der junge Sportler schon immer gewusst, aber mit einem Bein müsse man sich neue, ganz kleine Ziele stecken und sehr ausdauernd sein. Seine Einstellung habe ihn belohnt, denn heute könne er mit Prothese sogar wieder auf einen Berggipfel steigen und er stehe mit beiden Beinen im Leben. Das Publikum war sichtlich beeindruckt von der Ausstrahlung und den Ausführungen, vom unbeschwerten Umgang mit einem schweren Thema. Maximilian ließ den SchülerInnen sehr viel Raum zum Fragen und er ermöglichte den jungen Menschen, in seinen Alltag mit Prothese zu blicken, so erfuhren sie auch, dass er nicht an Phantomschmerzen leide und er dieses Glück seiner Einstellung verdanke. „Je besser du dein Schicksal annimmst, desto weniger meint dein Gehirn, das Bein sei noch da.“ Es sei wiederum Kopfsache, so wie vieles im Leben.            (Text: Klaudia Niederlechner ; Foto: Pauline Moser)

 

 

"Hot Lesn Nebnwirkungen?"

Vielleicht insofern, als dass einen bestimmte Bücher gefangen nehmen und nicht so schnell loslassen …

Auch heuer wieder kamen unsere SchülerInnen der ersten Klassen in den Genuss der Jugendbuchvorstellungen von Michaela Grüner und Sonja Brunner von der Stadtbibliothek, und zwar am 12., 14. und 19. Februar.

Das eingespielte Duo verstand es – wie immer – die ausgewählten Bücher interessant zu machen – ohne dabei zu viel vom Inhalt preiszugeben. Eine Auswahl der vorgestellten Bücher ist in der Schulbibliothek verfügbar. Zu Risiken und Nebenwirkungen lest bitte die Klappentexte und fragt Michaela und Sonja!

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals für ihr Kommen!

 

 

Hier geht's zur: Buchliste

 

 

(Junge) Menschen brauchen Geschichten!

Elisabeth Gasteiger präsentierte im Dezember ErLesenes für unsere zweiten Klassen und zwar Jugendbücher, die sie selbst gelesen hatte und die einen nachhaltigen Eindruck bei ihr hinterließen. Es freut uns, dass die SchülerInnen auch heuer wieder an ihrem – stetig wachsenden - Bücherschatz teilhaben durften.

Alle von ihr vorgestellten Bücher können ab jetzt in der Bibliothek ausgeliehen werden! Hier geht's zur Bücherliste!

 

 

Judith Neunhäuserer bei uns zu Gast

Am Freitag, 14.12.2018 durften wir Judith Neunhäuserer als „Living Book“ in unserer Schulbibliothek begrüßen. Sie ist eine aus Olang stammende junge Künstlerin, die mittlerweile in München lebt. Die SchülerInnen der Klassen 2bK, 3aK und 5aK erfuhren von ihrem Werdegang und davon, was es bedeutet, als Künstlerin zu leben und zu arbeiten. Im Jahr 2017 hatte sie im Rahmen des Programms „Expedition Wissenschaft und Kunst“ eine abenteuerliche Reise zur Forschungsstation „Neumayer III“ in die Antarktis unternommen: Sie beobachtete dabei die Forschungsarbeit auf der Station unter ästhetischen und künstlerischen Gesichtspunkten und hielt ihre Eindrücke dazu in Wort (Tagebucheinträge, Interviews) und Bild (Fotos, Videosequenzen, Zeichnungen) fest. Aus dem so dokumentierten Kunstprojekt entstand ihr erstes Buch „Albedo – Observationen auf Neumayer III“, aus dem sie den SchülerInnen zwei Passagen vorlas. Die Künstlerin berichtete von den außergewöhnlichen Erlebnissen in der Antarktis und zeigte mehrere Videosequenzen, durch die das Publikum einen guten Eindruck von den lebensfeindlichen Umständen und der kräftezehrenden Arbeit der Künstlerin in der Eiswüste erhielt.

Judith Neunhäuserer wird uns als vielseitiges, eloquentes und originelles „Living Book“ in Erinnerung bleiben! Ihr Buch „Albedo – Observationen auf der Neumayer III“ steht den LeserInnen in der Bibliothek zur Verfügung.