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Lesen muss gefeiert werden!

Beim heurigen Lesewettbewerb konnten 5 Gewinnerinnen ermittelt werden:
 

1. Kathrin Knapp, 3dS

2. Franziska Aufderklamm

3. Verena Atzwanger

4. Lisa Gasser, 2aK

5. Verena Unterlechner, 5aK

 

Die Schülerinnen und Lehrerinnen haben insgesamt 68 Perlen nach jedem gelesenen Buch eingeworfen. Ein Hoch auf sie und ihre Lesefreude!
Sichtbar wird, dass die Welt der Bücher und die Poesie trotz digitaler Verdichtung ihre Bedeutung beibehält.

                                                

 

 

Wolfgang Nöckler mundwerkt in der Schulbibliothek

Poesie erfüllt den Raum der Bibliothek und das was online derzeit als erweiterte Bibliothek gilt: Endlich hat Kultur real wieder mehr Platz und mit ihr und durch sie Wolfgang Nöckler. Er liest und singt, reimt und performt, öffnet Türchen um Türchen, das zu den kulturhungrigen Herzen seines Publikums führt. Das Publikum, jung, die Bänke der 2. und 4. Klassen drückend, sich des Hungers vielleicht noch nicht so bewusst, erfreut sich an lyrischen Texten, zuweilen wortspielerischer Natur zum Schmunzeln, zuweilen dramatisch gebaut zum Nachdenken, und darf die Magie spüren, die vom Vortrag des Autors ausgeht und unsere Phantasie weckt. Magisch, so seien auch die Momente, in denen der Schriftsteller aus dem Ahrntal zu seinen Texten und musikalischen Stücken inspiriert werde und die immer und überall sein könnten. Er produziere sehr viel auf Papier, so erklärt er den Schüler!nnen, vieles davon lande dann aber auch im Ofen. Viele Themen und Situationen böten ihm Schreibanlass: die Katzen, die Melodie des gesprochenen (Teldra)-Dialekts, Politisches und Alltägliches, das wird auch in der Vielfalt der Textauswahl bei seiner Lesung sichtbar.     

Text: Klaudia Niederlechner ; Foto: Pauline Moser     

 

LivingBook Hansjörg Mutschlechner bei uns zu Gast

„Einen Traum leben aus Leidenschaft“ klingt ein wenig kitschig, nicht aber, wenn Hansjörg Mutschlechner den Sinn dieses Satzes verdeutlicht: Der Vollblut-Musiker, Klavierlehrer und Komponist hat schon von Kindesbeinen an persönlich Erlebtes in Musik ausgedrückt und davon geträumt, die Welt aus Tönen zu seiner Berufswelt zu machen. So einfach wie im Traum sei es in seinem Leben dann nicht gewesen, erzählte der Musiker auf lebendige Art und Weise den Schüler!nnen, die ihn als Gast bei der Veranstaltung „Living Book“ am Freitag, 30.04.21 erleben durften. Sie staunten darüber, dass einer, der heute Musik für bekannte Filme komponiert und einspielt, erst eher spät und über Umwege zur Ausbildung in den Fächern Klavier, Kirchenmusik und Komposition gelangt war, weil er vorher in die Oberschule und in Handwerksberufe hineingeschnuppert hatte.

Von Steinen und Hindernissen auf unserem Weg sollten wir uns nicht beirren lassen, so die Botschaft des Vortragenden an die Jugendlichen, die in der Bibliothek und online über Videokonferenz Fragen stellten. Sie wollten u. a. wissen, woher die Ideen beim Komponieren kämen, welche Komponist!nnen und Musiker!nnen Vorbildfunktion hätten, wie gut es sich mit Filmmusik verdienen lasse und welchen Einfluss ein Vater, der musiziert, komponiert und das Spiel mit Instrumenten ferner Kulturen und Länder liebt, auf seine Kinder habe. Mit seiner bescheidenen und gleichzeitig offenen, lebendigen Art ging Hansjörg Mutschlechner auf sein Publikum ein; einen Eindruck von seiner feinen Art des Musizierens und seiner Musik, welche das Bild im Film noch besser spürbar werden lässt, hinterließ ein kurzer Ausschnitt eines Filmportraits über ihn.

Text: Klaudia Niederlechner ; Foto: Pauline Moser

 

LivingBook Katja Renzler bei uns zu Gast

Eine Lyrikerin an der Schule! Das ließ unser Schulbibliotheksteam Paulina Moser und Klaudia Niederlechner natürlich sofort aktiv werden und sie luden Katja Renzler am 28.01. in die Bibliothek ein: Im Rahmen der Aktion „LivingBook“ erzählte die Autorin/Doktorandin/Englischlehrerin der Klasse 5bS von ihrer Schreibtätigkeit.

Katja Renzler schreibt. Sie schreibt an einer Doktorarbeit, aber sie schreibt auch Literarisches, und das, wie sie sagt, bereits um 5 Uhr morgens. Sie veranschaulichte den SchülerInnen auf sehr persönliche Art, wie für sie der Schreibprozess abläuft: „Der Anfang“, so Katja Renzler, „ist ein alltägliches Bild, das ich im Kopf habe. Ein Gefühl, ein Eindruck. Und dann schreibe ich drauflos. Vielleicht überarbeite ich ein Gedicht/einen Text ein- bis zweimal. Aber wenn er dann nicht passt, dann ist er einfach nicht gut.“

Katja Renzler hat bereits einiges an Erfahrungen in der Welt der AutorInnen gesammelt. Ihre Gedichte wurden vor einigen Jahren „entdeckt“. Der skarabaeus-Verlag ist an sie herangetreten und hat sie um die Druckrechte ihrer Gedichte gefragt (und erhalten). Der Normalfall sei dies nicht, erklärte die Autorin. Normalerweise würden die SchriftstellerInnen die verschiedensten Verlage anschreiben und auf eine Antwort hoffen. Inzwischen verweist Katja Renzler auch auf Publikationen in Prosa und sie schreibt an einem Roman. Ihre Gedichte sind sehr knapp, teilweise in abgehacktem Stil und in konsequenter Kleinschreibung verfasst, ihre Prosatexte reich an Vergleichen, an Wortkreationen, an sprachlichen Überraschungen, Übertreibungen. Besonders interessant und hilfreich war es, dass die Autorin verschiedenste Texte von sich mitgebracht und den SchülerInnen der 5bS in Form von Kopien ausgeteilt hatte.

„Ich schreibe nicht leichte Kost. Ich möchte, dass die LeserInnen sich anstrengen.“ Katja Renzler bricht bewusst mit romantischen Traditionen, sie hat einen ganz eigenen Schreibstil. „Die Frage nach der Anpassung stellt sich natürlich“, gab die Autorin zu. „Im Moment stelle ich sie mir aber nicht.“

Auf die Frage, wo sie sich die Ideen für ihren Schreibprozess hole, antwortete Katja Renzler: „Ich lese mindestens eine Stunde pro Tag. Besonders aus Kurzgeschichten hole ich mir viele Inputs.“

Am Ende der Stunde ermutigte die Autorin die anwesenden SchülerInnen, eigene Gedichte oder Texte zu verfassen: „Versucht zu schreiben! Man kann immer und überall ein paar Zeilen notieren! Es gibt einige literarische Magazine, denen man die eigenen Versuche schicken darf. Und wer weiß, vielleicht wird etwas von euch gedruckt!“

Text: Ingrid Gatterer ; Foto: Pauline Moser

 

Online-Lesung mit Ava Reed

Für sie sind Bücher beste Freunde und sie mag es, unter „Buchmenschen“ zu sein: Ava Reed, Autorin und Buchbloggerin. Die Klassen 1 aS, 2 aS und 2 dS hatten das Glück, der leidenschaftliche Bücherliebhaberin im virtuellen Raum zu begegnen.

Am 10.12.20 las Ava Reed auf Einladung des Jukibuz und des Bibliotheksteams unserer Schule für die Schüer*innen und erzählte, wie man Buchblogger*in wird, wie man zum Schreiben kommt, wie man sich in der Instagram-Welt wohlfühlen kann. Die Schüler*innen waren dem Inhalt des neuesten Jugendbuches „Wenn ich die Augen schließe“ gegenüber sehr aufgeschlossen und stellten viele interessante Fragen. 

Wir hätten Ava Reed natürlich gerne live in der Schulbibliothek erlebt. Aber auch im virtuellen Raum konnte sie fürs Lesen und Schreiben begeistern. Der Funke ist übergesprungen!

Text: Klaudia Niederlechner ; Foto: Pauline Moser

 

Online-Diskussion mit dem Filmemacher Andreas Pichler

Andreas Pichler ist ein Regisseur, der große Fragen in seinen Dokumentarfilmen stellt. Am 30.11.20 durften Schüler*innen der 4. und 5. Klassen unserer Schule Fragen an ihn, den Filmemacher von „Alkohol. Der globale Rausch“, stellen: Früh morgens um 8:00 Uhr gab es eine Online-Diskussionsrunde im Rahmen von „Living Book“ auf Einladung des Bibliotheksteams zum Thema „Alkohol“. Herr Pichler hat ein natürliches Auftreten, ist flexibel und empfindet Begegnungen mit Schüler*innen, die seinen Film gesehen haben und darüber diskutieren wollen, als interessant und lustig. Die Schüler*innen zeigten durch die Art ihrer Fragen, die sie stellten, dass sie großes Interesse am Film und seinem Hintergrund und grundsätzlich am Thema haben. Der Regisseur wurde als Experte im Bereich Alkohol gesehen, dieser sei er, so meinte er, im Zuge der Recherchen zum Film und durch die Interviews seiner Protagonisten geworden, aber nur im Rahmen dessen, was der Film erzählt. Häufig war aber auch Pichlers persönliche Meinung gefragt: Die Schüler*innen wollten wissen, was er jungen Menschen bezüglich Umgang mit Alkohol raten würde und ob es in Südtirol für Jugendliche genügend Projekte gäbe, in denen Jugendliche lernen, sich selbst zu verstehen und sich selbst auf gesunde Art zu stärken.

Es war ein interessantes und erfüllendes Gespräch mit einem großen Regisseur, der den Schüler*innen auf Augenhöhe begegnete.

Text: Klaudia Niederlechner ; Foto: Pauline Moser