X
  GO

 

minimieren

Bibliothek des SOWIGYM & KUNSTGYM Bruneck
Tschurtschenthalerpark 1
39031 Bruneck
Tel.: 0474 555167
E-Mail:
Paulina.Moser@schule.suedtirol.it

 

Öffnungszeiten   

Montag    9:35 - 11:35 Uhr

Di - Do    7:30 - 12:30 Uhr, 14:00 - 17:00 Uhr

Freitag    7:30 - 12:30 Uhr, 14:00 - 16:00 Uhr

 

 

 

Prädikat nützlich!

        

Schüler!nnen können mit Steuernummer und Geburtsdatum (TT.MM.JJJJ - auch die Punkte zählen als Zeichen) auf Südtirols-Onlinebibliothek biblio24 und auf das Suchportal chiri zugreifen.

Lehrer!nnen können biblio24 nutzen, wenn sie in der Landesbibliothek Teßmann oder in einer Öffentlichen Bibliothek, die am Südtiroler Leseausweis angeschlossen ist, eingeschrieben sind. Um auch das Suchportal chiri nutzen zu können, müssen Lehrpersonen eine Freischaltung beantragen: Kontaktformular

 

 

Gute Geister für ein gesundes und gelingendes neues Schuljahr!

LivingBook Katja Renzler bei uns zu Gast

Eine Lyrikerin an der Schule! Das ließ unser Schulbibliotheksteam Paulina Moser und Klaudia Niederlechner natürlich sofort aktiv werden und sie luden Katja Renzler am 28.01. in die Bibliothek ein: Im Rahmen der Aktion „LivingBook“ erzählte die Autorin/Doktorandin/Englischlehrerin der Klasse 5bS von ihrer Schreibtätigkeit.

Katja Renzler schreibt. Sie schreibt an einer Doktorarbeit, aber sie schreibt auch Literarisches, und das, wie sie sagt, bereits um 5 Uhr morgens. Sie veranschaulichte den SchülerInnen auf sehr persönliche Art, wie für sie der Schreibprozess abläuft: „Der Anfang“, so Katja Renzler, „ist ein alltägliches Bild, das ich im Kopf habe. Ein Gefühl, ein Eindruck. Und dann schreibe ich drauflos. Vielleicht überarbeite ich ein Gedicht/einen Text ein- bis zweimal. Aber wenn er dann nicht passt, dann ist er einfach nicht gut.“

Katja Renzler hat bereits einiges an Erfahrungen in der Welt der AutorInnen gesammelt. Ihre Gedichte wurden vor einigen Jahren „entdeckt“. Der skarabaeus-Verlag ist an sie herangetreten und hat sie um die Druckrechte ihrer Gedichte gefragt (und erhalten). Der Normalfall sei dies nicht, erklärte die Autorin. Normalerweise würden die SchriftstellerInnen die verschiedensten Verlage anschreiben und auf eine Antwort hoffen. Inzwischen verweist Katja Renzler auch auf Publikationen in Prosa und sie schreibt an einem Roman. Ihre Gedichte sind sehr knapp, teilweise in abgehacktem Stil und in konsequenter Kleinschreibung verfasst, ihre Prosatexte reich an Vergleichen, an Wortkreationen, an sprachlichen Überraschungen, Übertreibungen. Besonders interessant und hilfreich war es, dass die Autorin verschiedenste Texte von sich mitgebracht und den SchülerInnen der 5bS in Form von Kopien ausgeteilt hatte.

„Ich schreibe nicht leichte Kost. Ich möchte, dass die LeserInnen sich anstrengen.“ Katja Renzler bricht bewusst mit romantischen Traditionen, sie hat einen ganz eigenen Schreibstil. „Die Frage nach der Anpassung stellt sich natürlich“, gab die Autorin zu. „Im Moment stelle ich sie mir aber nicht.“

Auf die Frage, wo sie sich die Ideen für ihren Schreibprozess hole, antwortete Katja Renzler: „Ich lese mindestens eine Stunde pro Tag. Besonders aus Kurzgeschichten hole ich mir viele Inputs.“

Am Ende der Stunde ermutigte die Autorin die anwesenden SchülerInnen, eigene Gedichte oder Texte zu verfassen: „Versucht zu schreiben! Man kann immer und überall ein paar Zeilen notieren! Es gibt einige literarische Magazine, denen man die eigenen Versuche schicken darf. Und wer weiß, vielleicht wird etwas von euch gedruckt!“

Text: Ingrid Gatterer

Online-Lesung mit Ava Reed

Für sie sind Bücher beste Freunde und sie mag es, unter „Buchmenschen“ zu sein: Ava Reed, Autorin und Buchbloggerin. Die Klassen 1 aS, 2 aS und 2 dS hatten das Glück, der leidenschaftliche Bücherliebhaberin im virtuellen Raum zu begegnen.

Am 10.12.20 las Ava Reed auf Einladung des Jukibuz und des Bibliotheksteams unserer Schule für die Schüer*innen und erzählte, wie man Buchblogger*in wird, wie man zum Schreiben kommt, wie man sich in der Instagram-Welt wohlfühlen kann. Die Schüler*innen waren dem Inhalt des neuesten Jugendbuches „Wenn ich die Augen schließe“ gegenüber sehr aufgeschlossen und stellten viele interessante Fragen. 

Wir hätten Ava Reed natürlich gerne live in der Schulbibliothek erlebt. Aber auch im virtuellen Raum konnte sie fürs Lesen und Schreiben begeistern. Der Funke ist übergesprungen!

Text: Klaudia Niederlechner ; Foto: Pauline Moser

 

Online-Diskussion mit dem Filmemacher Andreas Pichler

Andreas Pichler ist ein Regisseur, der große Fragen in seinen Dokumentarfilmen stellt. Am 30.11.20 durften Schüler*innen der 4. und 5. Klassen unserer Schule Fragen an ihn, den Filmemacher von „Alkohol. Der globale Rausch“, stellen: Früh morgens um 8:00 Uhr gab es eine Online-Diskussionsrunde im Rahmen von „Living Book“ auf Einladung des Bibliotheksteams zum Thema „Alkohol“. Herr Pichler hat ein natürliches Auftreten, ist flexibel und empfindet Begegnungen mit Schüler*innen, die seinen Film gesehen haben und darüber diskutieren wollen, als interessant und lustig. Die Schüler*innen zeigten durch die Art ihrer Fragen, die sie stellten, dass sie großes Interesse am Film und seinem Hintergrund und grundsätzlich am Thema haben. Der Regisseur wurde als Experte im Bereich Alkohol gesehen, dieser sei er, so meinte er, im Zuge der Recherchen zum Film und durch die Interviews seiner Protagonisten geworden, aber nur im Rahmen dessen, was der Film erzählt. Häufig war aber auch Pichlers persönliche Meinung gefragt: Die Schüler*innen wollten wissen, was er jungen Menschen bezüglich Umgang mit Alkohol raten würde und ob es in Südtirol für Jugendliche genügend Projekte gäbe, in denen Jugendliche lernen, sich selbst zu verstehen und sich selbst auf gesunde Art zu stärken.

Es war ein interessantes und erfüllendes Gespräch mit einem großen Regisseur, der den Schüler*innen auf Augenhöhe begegnete.

Text: Klaudia Niederlechner ; Foto: Pauline Moser

 

 

 

Gerade in Zeiten wie diesen spricht vieles für das Lesen!

 

"[...] Wir sollen nicht verreisen, wir sollen daheim bleiben, und da empfiehlt es sich natürlich zu lesen, und das Lesen ist ungefährlich. Es ist technisch anspruchslos. Es braucht keine Stadien, es braucht keine Ausstellungsräume, keine Theater- und Konzertsäle, um vonstatten gehen zu können. Und oft benötigt man dafür nicht einmal einen Laptop. Das Lesen verursacht auch keine Luftverschmutzung, es macht keinen Verkehrsstau, keinen Anstieg der CO2-Werte, und in seiner häufigsten Nutzungsform benötigt man dafür ja nicht einmal Strom – jetzt mal allenfalls abgesehen vom Nachttischlämpchen für nächtliche Leseratten."

 

Die Literaturkritikerin Sigrid Löffler im Interview mit Andrea Gerk von Deutschlandfunk Kultur anlässlich des Welttages des Buches am 23.04.2020. Vollständiges Interview unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/sigrid-loeffler-zum-welttag-des-buches-lesen-in-zeiten-von.1270.de.html?dram:article_id=475297