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Bibliothek des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums
& Kunstgymnasiums

Tschurtschenthalerpark 1
39031 Bruneck
Tel.: 0474 555167
E-Mail: Bibliothek

Öffnungszeiten

Montag  11:15 - 12:20 Uhr
DI - DO  07:30 - 17:00 Uhr
Freitag   07:30 - 16:00 Uhr

„?...zurückgestellt...?“         

Bild und Text von Katharina Julia Hasler

„Was bleibt wenn du gehst? Wirst du mich noch lieben? Werden die Menschen mich so sehen können, wie du mich gesehen hast?

In dir habe ich Hoffnung, Liebe und Zuneigung geschöpft. Warum hast du mich verlassen?

Du hast mir das gegeben, was ich bei anderen schon immer gesucht habe. Meinen ganzen Körper habe ich dir überlassen, sogar die Kleidung ließ ich für dich fallen. Unsere Liebe ging nicht lange. Sie war sehr intensiv, vielleicht zu intensiv für meinen Geschmack.

Du hast mich wie einen König behandelt, obwohl ich gar keiner bin. Und jetzt, was soll ich machen? Fünf Jahre fühlte ich mich verlassen, ganz staubig wurde ich. Doch als du mich in deinen warmen Händen hieltest, schöpfte ich neuen Lebensmut.

Du hast mich zu dir nach Hause getragen. Wir haben zwei schönen Tage verbracht, du hast mich regelrecht verschlungen. Doch dann gabst du mich wieder zurück und ich war erneut alleine. Jetzt liege ich hier, ganz einsam auf einem Tisch und warte, dass mich jemand wieder in die Hände nimmt und verschlingt.“

 

      

Lies und gewinn!

Am Dienstag, 7. November startet unser diesjähriger Lesewettbewerb, zu dem wir alle Mitglieder der Schulgemeinschaft herzlich einladen. Zusätzlich zum Lesevergnügen gibt es Sachpreise sowie verschiedene Einkaufs- und Erlebnisgutscheine zu gewinnen! Weitere Infos gibt's in der Schulbibliothek!

 

"Belesenheit ist eine Provokation!",

so lautet der Titel eines Essays von Konrad Paul Liessmann, der in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" erschienen ist. Dabei handelt es sich um einen Vorabdruck aus seinem neuen Buch "Bildung als Provokation". Nachstehend zwei Auszüge aus dem Essay:

Die Provokation literarischer Bildung besteht nicht zuletzt in der persönlichkeitsverändernden Kraft der Literatur, die unmerklich vonstattengeht, keinen Zielvorstellungen folgt, nicht operationalisierbar und deshalb auch nicht kontrollierbar und prüfbar ist. Dass es eine Form der Bildung gibt, die sich dem Zugriff der qualitätssichernden Behörden entzieht, weil sie sich aus einer informellen Beziehung zwischen Schüler und Lehrer entspinnen mag, kratzt an all jenen Quantifizierungs- und Messbarkeitschimären, ohne die die gegenwärtige Bildungsforschung ebenso wenig auszukommen glaubt wie die Bildungsorganisation.

 

Literatur aber hat eine Gestalt. Sie erscheint in der Form des Buches, Lesen als avancierte kulturelle Praxis ist ohne das Buch nicht denkbar (...). Die Auseinandersetzung mit einem Buch lässt sich auch nicht durch eine rasche Internetrecherche substituieren. Belesenheit ist auch deshalb eine Provokation, weil sie (...) quer steht zur Ideologie der raschen Verfügbarkeit aller Informationen. Das Interesse für Literatur wird geweckt, wenn man im richtigen Moment das richtige Buch in die Hand gedrückt bekommt und sich dadurch die Chance eröffnet, zu einem Leser zu werden.

Konrad Paul Liessmann: Belesenheit ist eine Provokation. In: Der Standard, 16.09.2017.

 

Zu Gast: Jugendbuchautor Nils Mohl

Am 3. Oktober war der Hamburger Jugendbuchautor Nils Mohl in unserer Schulbibliothek zu Gast. An der Lesung teilgenommen haben die Klassen 2aK, 2bS und 2cS. Der Autor hat aus seinem preisgekrönten Buch "Es war einmal Indianerland" gelesen, das auch verfilmt worden ist: Der gleichnamige Film läuft in Kürze in den deutschen Kinos an. Einen Vorgeschmack darauf lieferte der Trailer, den der Autor am Ende der Veranstaltung zeigte. Wie bei Autorenbegegnungen üblich, gab es auch Raum für brennende Fragen aus dem Publikum.

Wir bedanken uns bei Nils Mohl fürs Kommen und beim Amt für Bibliotheken und Lesen für die Ermöglichung dieser Lesung!

Foto: Paulina Moser